Das „neue" sipgate AI-Festival
Eine ganze Woche, rund 270 Mitarbeitende, ein Thema – KI. Das sipgate Festival ist in seine nächste Runde gegangen, und dieses Mal wurde der Rahmen deutlich größer gezogen. Keine zwei Tage mehr, sondern eine komplette Woche. Premiere.
Strategie zuerst
Den Auftakt machten strategische Grundlagen. Zahlen, Daten, Fakten. Wo steht sipgate heute, wo soll es hingehen, und welche Rolle spielt KI dabei? Die Antwort darauf ist keine vage Vision, sondern konkret ausgearbeitet: sipgate verfolgt das Ziel, Europe's Voice AI Leader zu werden. Der Weg dorthin führt über eine Plattform, die Infrastruktur und KI-Produkte tief miteinander verzahnt, und zwar auf einer einzigen, selbst entwickelten Architektur. Was sich nach einem technischen Detail anhört, ist in Wirklichkeit ein erheblicher Wettbewerbsvorteil. Wer Infrastruktur und Produkt aus einer Hand baut, kann integrieren, was andere nur zusammenstückeln können.
Die strategischen Initiativen, die daraus abgeleitet wurden, sind entsprechend konkret: AI Agents, ein neues Contact Center, Conversation Intelligence sowie der Ausbau in europäische Märkte.
Von der Strategie in die Praxis
Neben den gemeinsamen Blöcken hatten Teams und Fachbereiche auch eigene Zeiten, um genau das zu tun, was nach Vorträgen meistens ausbleibt: die Inhalte auf die eigene Arbeit herunterzubrechen.
Für den Support bedeutet Conversation Intelligence etwa, dass Gesprächsinhalte nicht mehr manuell nachbereitet werden müssen, sondern strukturiert und auswertbar direkt zur Verfügung stehen. Im Vertrieb verschiebt sich durch AI Agents der Fokus weg von der Verwaltung eingehender Anrufe hin zu den Gesprächen, die tatsächlich Wert schaffen. Und Teamleads im Contact Center bekommen erstmals ein vollständiges, datenbasiertes Bild dessen, was in ihrem Bereich täglich passiert.
Das sind keine abstrakten Möglichkeiten, sondern konkrete Veränderungen, die sich direkt in der täglichen Arbeit niederschlagen.
Was hinter den Produkten steckt
Wer verstehen will, warum sipgate beim Thema AI nicht nur mitredet, sondern liefert, sollte sich die Produktseite genauer ansehen.
Die AI Agents von sipgate übernehmen eingehende Anrufe, beantworten Standardanfragen direkt und leiten komplexere Anliegen strukturiert weiter. Was für Kunden wie ein einfacher Voicebot klingt, ist in der Praxis ein vollständig dokumentierter, automatisierter Erstkontakt, der gleichzeitig Daten für nachgelagerte Prozesse aufbereitet.
Conversation Intelligence geht einen Schritt weiter. Telefongespräche enthalten wertvolle Informationen, die heute nach dem Auflegen meist verloren gehen. Die CI-Plattform von sipgate wandelt gesprochene Sprache in strukturierte Daten um, erzeugt Zusammenfassungen, filtert relevante Themen und leitet daraus verwertbare Erkenntnisse ab, etwa für Churn-Prognosen, Lead-Qualifizierung oder die Identifikation von Produktproblemen. Ein dreiminütiges Gespräch entspricht etwa einer DIN-A4-Seite Text. Wer das skaliert, bekommt ein vollständiges Bild seiner Kundenkommunikation, statt des üblichen Ausschnitts.
Das Contact Center, dessen Launch unmittelbar bevorsteht, ergänzt die Suite um eine Komponente, die sipgate bislang gefehlt hat: eine vollständig integrierte Lösung für größere Serviceteams, die nahtlos mit den bestehenden Produkten zusammenarbeitet.
Vitaly Friedman, Markus Andrezak und eine offene Diskussion
Auch bei diesem Festival haben wir uns wieder Expertise von außen ins Haus geholt.
Vitaly Friedman, Gründer und Chefredakteur des Smashing Magazine und seit über zwei Jahrzehnten eine der zentralen Stimmen in der UX- und Webdesign-Community, leitete einen Workshop zu Design Patterns for AI in 2026. Kein theoretischer Ausflug, sondern handfeste Designmuster für Produkte, die heute schon mit KI gebaut werden.
Markus Andrezak, Gründer von überproduct und ausgewiesener Experte für Produktstrategie und agiles Management, war ebenfalls dabei. Gemeinsam mit sipgate-Mitarbeitenden und Mitgründer Tim Mois diskutierte er auf dem Podium, was KI strategisch für ein Unternehmen wie sipgate bedeutet: nicht als technisches Add-on, sondern als strukturelle Veränderung dessen, wie Produkte gedacht, gebaut und weiterentwickelt werden. Was dabei deutlich wurde: Die entscheidende Frage ist nicht, ob KI eingesetzt wird, sondern mit welchem Anspruch.
Und jetzt?
Die Festivalwoche ist vorbei. Was bleibt, sind keine Folien, sondern konkrete nächste Schritte.
Einige der behandelten Themen werden wir in den kommenden Wochen hier im Blog vertiefen. Das Festival ist ab sofort Quartalsritual und fest in unseren Kalendern eingeplant. KI ist kein Thema, das man einmal durcharbeitet und dann zu den Akten legt. Dafür ist es für uns zu relevant, entwickelt sich zu rasant und ist schlichtweg auch einfach zu spannend.




